Oktober 2021

Leserbrief zu „Erste Kompromisse bei Verkehrswende“, NW 6.10.2021:

Die Einschätzung, dass Politik und Verwaltung bei der Umsetzung von Verkehrsberuhigung in der Altstadt Fehler gemacht haben, ist sicher zutreffend. Es gilt aber auch, den Blick auf die Beharrlichkeit der  AutofahrerInnen zu lenken. Natürlich zielen die Maßnahmen darauf, AutofahrerInnen zu einem Umstieg auf andere Mobilitätsformen zu motivieren, um damit das Gesamtaufkommen des motorisierten Verkehrs in der Stadt zu drosseln.  

Gerade die SUV-Fraktion ist es offenbar herausfordernd, Alternativen zu entwickeln, zählt es doch zum unumstößlichen Selbstverständnis, stets in der für viel Geld erworbenen Prachtkarosse in die Stadt zu pendeln. In der öffentlichen Wahrnehmung geraten jene, die ihre 85 kg Lebendgewicht mit 200 PS und 8l Kraftstoff pro 100km in einem 2,2 t schweren SUV Tag für Tag von A nach B kutschieren, zum Glück immer mehr zu einer Karikatur ihrer selbst.

Wo ein Wille, ist auch ein Weg: Ein Umstieg auf  ÖPNV,  Fahrgemeinschaften, Park and Ride, auch ohne dass unbedingt schon Sonder-Parkareale ausgewiesen sind, natürlich auch das gute alte Fahrrad, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wo kein Wille ist, wird eben auch kein Weg gesehen und ein Beitrag für eine lebenswertere Umwelt in der Stadt und global schlichtweg verweigert. Auch dies ist meines Erachtens ein relevanter Aspekt in der breiten Diskussion um Klimaschutz und Stadtentwicklung.


Manifest

3 – Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen

Wir sehen eine Welt um uns herum, in der ein verschwenderischer und zerstörerischer Umgang mit den natürlichen Ressourcen der Welt betrieben wird.

Wir streben eine Welt an, in der die Güter der Erde in einem Maße genutzt werden, das ökologisch sinnvoll ist.

Weitere Informationen unter: Manifest Gegensätze

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